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Kontrolluntersuchungen

Wie häufig muss ich nach einer Nierentransplantation zur Kontrolle?

Solange Sie noch im Krankenhaus sind, wird die Funktion der neuen Niere täglich geprüft. Nach der Entlassung erfolgen die Kontrollen im ersten Monat mindestens zweimal pro Woche, im darauffolgenden einmal pro Woche. Später richten sich die Intervalle nach dem bisherigen Verlauf und Ihr Arzt legt sie individuell mit Ihnen fest.

Zu den Untersuchungen gehören Blutdruck- und Pulsmessung, die Bestimmung des Körpergewichts und Blutentnahmen. Einer der wichtigsten Werte, die hierbei ermittelt werden, ist der Kreatininwert, der wichtige Hinweise auf die Nierenfunktion liefert. Wenn Ihre Kreatininwerte sehr stark ansteigen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sich die Leistung Ihres Organs verschlechtert. Mögliche Ursachen sind Infektionen, Medikamente oder auch eine zu geringe Trinkmenge.

Im Blut werden auch die Spiegel der Immunsuppressiva bestimmt, um festzustellen, ob sie ausreichend hoch dosiert sind. Schwankungen oder das Absinken dieses Wertes kann zu einer Abstoßung des transplantierten Organs führen. Besteht der Verdacht auf eine Abstoßungsreaktion, entnehmen die Ärzte mit einer kleinen Nadel eine Gewebeprobe aus der neuen Niere. In dieser Biopsie entdecken sie schon früh feingewebliche Veränderungen, die auf eine Abwehrreaktion hindeuten. Das bedeutet auch, dass sie rechtzeitig eine entsprechende Behandlung einleiten können.

Denken Sie immer daran: Alles geschieht zum Schutz Ihrer neuen Niere! Die Niere ist nicht nur durch Abstoßungsreaktionen bedroht. Als Folge der Immunsuppression steigt auch das Risiko für Infektionen, weil die körpereigene Abwehr unterdrückt ist.

Die Infektionsgefahr ist in der Zeit direkt nach der Transplantation am größten. Es ist daher äußerst wichtig, während der ersten Monate nach der Transplantation den Kontakt mit Menschen zu vermeiden, die offensichtlich krank sind. Ungesunde Ernährung, Rauchen oder Alkoholmissbrauch können die Abwehrkräfte zusätzlich schwächen. Achten Sie daher auf eine gesunde Lebensweise.