Dialyse und Ernährung
Essen und Trinken – für Dialysepatienten
Da die Reinigung des Blutes bei der Dialyse nicht, wie bei
einer gesunden Niere, ständig stattfindet, sondern nur
etwa alle zwei Tage für einige Stunden, sammeln sich in
der Zwischenzeit Giftstoffe an. Außerdem können durch
die Blutwäsche auch Nährstoffe verloren gehen. Daher
gibt es bei der Ernährung für Dialysepatienten
einiges zu beachten. Die Eiweißzufuhr mit der Nahrung
sollte auf 70 bis 80g pro Tag (1,0 bis 1,2g/kg Körpergewicht)
heraufgesetzt werden, da durch die Dialysemembran
und auch durch das Bauchfell kleinste Eiweißbausteine,
die Aminosäuren, ins Waschwasser übertreten.
Außerdem muss die Aufnahme von Natrium, Kalium und
Phosphat eingeschränkt und die Flüssigkeitszufuhr vermindert
werden. Letzteres bedeutet, Suppen und Soßen
möglichst zu meiden und die Trinkmenge so zu regulieren,
dass die Gewichtszunahme zwischen zwei Dialysen
nicht mehr als 2 kg beträgt. Das tägliche Trinkvolumen
wird individuell festgelegt.
Als Faustregel gilt:
Erlaubt sind Urinmenge plus 500 bis 800ml Flüssigkeit.
Um den Durst möglichst gering zu halten, empfiehlt es
sich, Speisen nicht zu stark zu salzen und auf zuckerhaltige
Getränke zu verzichten. Zuckerfreie Kaugummis
können das Durstgefühl lindern.
Durch die Blutwäsche gehen auch wasserlösliche Vitamine
verloren. Aufgrund des Wassergehaltes dürfen aber
unter der Dialyse Obst und Gemüse nur in kleinen Mengen
gegessen werden. Zusätzlich liegt häufig ein Vitamin
D-Mangel vor. Die fehlenden Vitamine können in Form von
Tabletten zugeführt werden.
Insgesamt gilt für die Dauer der Dialysepflicht:
Sprechen Sie alle Ernährungsmaßnahmen mit Ihrem Arzt
oder einer speziell ausgebildeten Diätassistentin ab. Trotz
aller Einschränkungen ist es möglich, schmackhaftes und
abwechslungsreiches Essen zu sich zu nehmen.