
Die Nieren sind über die Harnleiter mit der Blase
verbunden.
Klärwerke des Körpers
Die bohnenförmigen faustgroßen Organe sind wahre Multitalente. Neben dem Reinigen und Filtern des Blutes übernehmen sie noch zahlreiche andere Aufgaben im Körper:
- Kontrolle der Salz- und Wasserausscheidung
- Kontrolle der im Kreislauf zirkulierenden und im Gewebe gespeicherten Flüssigkeitsmenge
- Kontrolle des pH-Wertes im Blut (Säure-Basen-Gleichgewicht)
- Produktion von Hormonen (z. B. zur Bildung der roten Blutkörperchen, Regulation des Knochenstoffwechsels)
- Regulation des Blutdrucks
Um ihre Aufgaben als Klärwerk des Körpers wahrnehmen zu können, verfügt die Niere über ein raffiniertes Filtersystem. Die Funktionseinheiten der Niere werden als Nephronen bezeichnet.

Das Nephron - kleinste
funktionelle Einheit
Jede Niere enthält bis zu 1,5 Millionen dieser kleinen Einheiten, deren verästelte Gefäße (Kapillaren) eine Gesamtlänge von etwa 25 Kilometern erreichen. In den ununterbrochen arbeitenden Nephronen durchströmt das Blut kleine Filterkörperchen (Glomeruli). Eiweißstoffe und Zellen werden dabei zurückgehalten, Wasser mit den darin gelösten Stoffen gelangt in ein Kanalsystem, den Tubulusapparat und bildet den Primärharn. Der größte Teil des Wassers und viele Salze aus dem Primärharn werden wieder in das Blut zurück transportiert. Wieviel, messen Zellen in den Kanälen, die einer Steuerung über den Blutdruck und verschiedene Hormone unterliegen. Nur ein kleiner Rest, der die Schad- und Schlackstoffe enthält, gelangt über den Harnleiter in die Blase und wird als Urin ausgeschieden. Durch wiederholtes Filtern und den Entzug von Wasser vollbringen die Nieren ganz nebenbei eine Konzentrationsleistung. Von etwa 150 Litern Primärharn pro Tag bleiben letztlich 1,5 bis 2 Liter Urin übrig.


